Handys, Parks und eine Rolltreppe

Der letzte Tag in Hong Kong stand an und der dient traditionell dem reinen Shopping-Vergnügen und wo kann man das bitte besser machen, als hier. Ich habe also am Morgen meine Shopping-Tour geplant und dann ging’s los. Am Ende habe ich noch ein paar Tipps für angehende Hong-Kong-Touristen.

Unter Shopping versteht man hier verschiedenes. Die Chinesen, die extra aus dem „Mainland“ anreisen, stehen extrem auf internationale Marken. Daher gibt es fast alle großen Marken in der Canton Road. Dort kann man beobachten, wie sich die kaufwilligen schon vor Ladenöffnung anstellen und auf Einlass warten.

Mich zieht es natürlich mehr zur Hightech. Diese findet man fast überall in Hong Kong, aber ganz praktischer Weise konzentriert sich die Szene in der Sai Yeung Choi Street und diese wiederum liegt 100m neben meinem Hotel. Dort kann man neben Smartphones aller Arten und Größen auch, Computer, Kameras, Klamotten, Medizin und vielerlei mehr erstehen.

Der Autor im Shopping-Paradies.

Eine Warnung aber. Die Smartphones sind nicht immer und unbedingt mit unseren europäischen LTE-Netzen kompatibel und außerdem auch nicht sehr viel billiger als bei uns. Wenn sie richtig billig sind, kann man immer davon ausgehen, dass es Fake-Phones sind. (Also Geräte, die nur so aussehen, wie die echten!)

Nach der Sai Yeung Choi Street stand noch ein weiteres Computer-Center auf dem Plan. Das befindet sich auf Hong Kong Island und trägt den langweiligen Namen WanChai Computer Center. Im Vergleich zur Golden Computer Arcade geht es hier etwas ruhiger zu, das Zubehör macht einen hochwertigeren Eindruck.

Definitv keine Originale. Demzufolge auch preiswerter.

Dennoch würde ich dort kein Kabel fürs iPhone oder so kaufen. Ich habe da stattdessen eine mechanische Bluetooth-Tastatur im Stile einer alten Schreibmaschine gekauft. Ich habe den Händler immerhin von 720 HK$ auf 580 HK$ heruntergehandelt. Und hätte ich nicht mit Kreditkarte bezahlt, wäre sicher auch noch mehr Rabatt drin gewesen. Also immer schön handeln.

Der Fang des Tages. Mechanische Tastatur.

Nach dem feuchten Traum aller Computerfreaks ging es ins Pacific Center ein paar Blocks weiter westlich. Dort finden sich dann wieder die großen (und teuren) Marken. Diese haben nicht so einen Reiz auf mich ausgeübt. Daher habe ich die Fluch nach vorne in den Hong Kong Park gesucht, der praktischer Weise direkt aus dem Center per Rolltreppe erreichbar ist.

Ein wenig Entspannung findet man hier,

Dort habe ich eine Stunde entspannt und ein paar Aufnahmen für mein Videolog gemacht. Danach ging es dann mit der U-Bahn zurück nach Mong Kok. Dort ist die Langham Mall in der ich dann den Shopping-Wahn beendet habe. Jetzt packe ich alles in meine Koffer und am Samstag um 9:10 Uhr Ortszeit geht der Flieger nach Europa.

Jetzt noch ein paar Tipps für künftige Hong Kong Reisende:

  1. Sofort und unbedingt eine Octopus-Card besorgen. Damit kann man nicht nur die ganzen Bahn-, Schiffs- und Tramways nutzen, sondern auch in ganz vielen Shops bargeldlos zahlen. Die Karte gibt’s bei den Servicestellen der MTR und sie kostet 150 HK$ wobei davon 100 HK$ als Guthaben auf die Karte gehen. Die restlichen 50 HK$ dienen als Pfand. Man kann die Karte nach Ende der Reise dort auch zurückgeben und sich das Guthaben+Pfand auszahlen lassen.
  2. Eine Tourist-SIM-Karte im 7 Eleven kaufen. Diese SIM-Karten sind nur aus einem Grund interessant, sie bieten 1,5 GB Datenvolumen in 4G Geschwindigkeit. Gemessen habe ich 21 Mbit/s Down- und bis zu 36 Mbit/s Upload. Sie funktionieren ohne Probleme im iPhone und Samsung-Handys. (Andere konnte ich nicht testen). Die Karte kostet 88 HK$ (ca. 10 Euro) und das Datenvolumen gilt fünf Tage. Danach kauft man einfach eine Neue. Die Karten müssen nicht registriert werden, einfaches einlegen ins Handy genügt. Die Netzabdeckung ist gut bis sehr gut, einschließlich der U-Bahnen.
  3. Im Temple Street Night Market unbedingt handeln. Hier werden astronomische Preise aufgerufen. Man kann sehr viel rausholen. Gut funktioniert hat der Trick „I will think about it and come later“. (Übersetzt: „Ich denke darüber nach und komme später noch mal wieder“). Das führte in allen Fällen zu einer sofortigen Preisreduktion, die im weiteren Gespräch noch größer ausfiel.
  4. Billig kaufen ist nicht gut. Wer plant auf dem Temple Street Night Market Elektronik zu kaufen, sollte lieber die Finger davon lassen. Als Beispiel seien hier die Motiv-USB-Sticks genannt. Diese kosten ca. 12 Euro für 11 Stück. Am Rechner melden sie sich mit 64 GB an. Leider haben sie nicht mal 100 MB Kapazität. Wer hier Daten speichern will, kann sie auch gleich löschen.
  5. Lightning-Kabel für iPhone und iPad besser nicht im Billigladen kaufen. Die Kabel sehen zwar allesamt schick aus. Die Verpackung verspricht auch enorme Leistung. Tatsächlich entsprechen sie alle nicht der Apple Zertifizierung und die Gefahr besteht, dass sie entweder gar nicht funktionieren, oder das Gerät beschädigen.

Das letzte Video meiner kleinen Hong-Kong-Serie gibt es hier:

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