Top sieben Dinge, die Amerikaner anders machen

Wer zum ersten Mal in den USA ist, wird sich über ein paar Gewohnheiten der Amerikaner wundern. Hier meine Top sieben Dinge, die Amerikaner grundlegend anders machen.

Die folgende Liste erhebt natürlich keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Vielleicht habt ihr ja noch mehr Punkte, die ich gegebenenfalls vergessen habe. Hier meine Top sieben Dinge:

1. Preise immer netto

Bezahlen muss man mehr.

Das System der Mehrwertsteuer in den USA ist sehr kompliziert. Während wir in Europa es gewohnt sind, dass alle Preise immer inklusive der Mehrwertsteuer ausgewiesen werden, ist das in den USA nicht so. Hier wird immer der netto Preis angegeben. Der Grund dafür ist die unterschiedliche Mehrwertsteuer pro Region. Es kann sogar sein, dass es innerhalb eines Bundesstaates verschiedene Sätze gibt. Es wäre also gar nicht sinnvoll und nahezu unmöglich, Bruttopreise auszuweisen.

Durch geschickte Tricks ist es sogar möglich, legal keine Tax (Steuer) zu bezahlen.

2. Ohne Platzreservierung

Platzreservierung im Zug nur in der ersten Klasse.

In manchen Dingen machen es sich die Amis zusätzlich schwer, ohne es zu merken. In Deutschland sind wir es inzwischen gewohnt, dass wir im Kino oder im Zug schon bei der Buchung einen festen Platz reservieren können. In den USA geht das in der Regel nicht. Im Zug oder im Kino entsteht dann immer zusätzlicher Aufwand, bis alle ihre Plätze gefunden haben. Das Gewusel nehmen die Menschen aber mit Gelassenheit hin. Sie kennen es ja nicht anders.

3. In „Line“ anstehen

In einer Reihe stehen, finden Amerikaner gut.

Amerikaner lieben es, sich in einer Reihe auszustellen. Noch lieber mögen sie Tensatoren (Absperrbänder). Mit diesen bauen sie geschickte Warteschlangen auf. Alles unter maximaler Optimierung des Platzbedarfs. Egal, wie lang die Schlange auch sein mag, keiner wird ungeduldig oder pöbelt rum. Das Warteschlangen-Prinzip ist soweit optimiert, dass man in der Regel kürzer ansteht, als bei unseren chaotischen Systemen.

4. Im Geschäft angesprochen werden

Als Deutscher ist man es ja gewohnt, dass man Personal in den Shopping-Malls mit der Lupe suchen muss. In den USA ist es genau andersherum. Kaum hat man ein Geschäft betreten, wird man freundlich Begrüßt und es wird direkt Hilfe angeboten. Hier muss man also Verkäufer eher abwehren. Allerdings ist es auch praktisch, wenn man Fragen hat und nicht sofort alles auf eigene Faust findet.

5. Öffentliche Toiletten benutzen

In New York City gibt es kaum öffentliche Toiletten. Wer nach dem Wort Toilette sucht, wird dies ohnehin vergeblich tun. WCs heißen hier „Restroom“ oder manchmal auch „Bathroom“. Anders als bei uns ist es nicht verpflichtend für eine Bar oder ein Restaurant, eine Toilette anzubieten. Die vielen Starbucks in New York City haben in der Regel auch keine Restrooms für die Öffentlichkeit. Einige Geschäfte weisen zwar Restrooms aus, geht man dort hin, hängt in der Regel (99,9% der Fälle) ein Schild „Out Of Order“ an der Tür.

Die Toiletten unterscheiden sich von unseren. Die „Kabinen“ sind in der Regel sehr einfach und keine geschlossenen Räume wie bei uns. Es gibt Papierunterlagen für den Sitz und meistens auch Toilettenpapier.

Es gibt eine Faustregel: Alle öffentlichen Gebäude besitzen in der Regel auch Restrooms. Bespiele: Grand Central Terminal, World Trade Center, Central Park.

6. Würzig Essen

Zuviel Salz und zuviel Zucker sind die Hauptprobleme der Ernährung.

In den USA muss alles entweder „Spicy“, also scharf oder zumindest stark gesalzen sein. Die Amerikaner lieben stark gewürztes Essen. Die viele (zu viele) Verwendung von Salz sorgt aber auch für Probleme. Bluthochdruck und andere Krankheiten sind sehr verbreitet. Leider ist außerdem auch Zucker sehr beliebt. Er findet sich in vielen Produkten. Auch in fast allen Brotsorten. Die Probleme, die zu viel Zucker verursacht, sind auch in den USA bekannt und es gibt einige Initiativen, die etwas dagegen unternehmen wollen.

7. Die große Auswahl haben

Auch im Supermarkt immer die große Auswahl.

Bietet ein Geschäft oder eine Dienstleistung viele Optionen an, wird das von Amerikanern oft mit gut bewertet. Denn viele Optionen erwecken den Eindruck, man würde auf jeden Fall einen guten Deal machen. Und wer will das nicht. Amerikaner stehen auf gute Deals. Es ist aber natürlich nicht so, dass die Amis den vollen Überblick über alle Optionen haben. Ständig müssen sie nachfragen, anrufen oder stehen hilflos vor der Auswahl. Was macht man nicht alles für einen guten Deal.

Eine Ausprägung des Deal-Wahns sind Coupons. Gerade in Lebensmittelläden, kann man mit Coupons jede Menge Geld sparen. Jetzt vor Thanksgiving gab es zum Beispiel Coupons für kostenlose Truthähne. Die große Auswahl macht aber nicht nur vor Supermärkten halt.

Auch viele Geräte des Alltags sind mit derartige vielen Optionen/Bedienelementen ausgestattet, dass man ein Hochschulstudium benötigt, um sie korrekt zu bedienen. Wer schon mal ratlos vor einer amerikanischen Mikrowelle gestanden hat, weiß was gemeint ist.

Vielleicht habt ihr ja noch andere Dinge, die in diese Liste passen. Dann schreibt sie doch bitte unten in die Kommentare.

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